Argentinien
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Erste Woche Argentinien: Buenos Aires

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Der Flug aus der Schweiz nach Buenos Aires war lang. Und als währe das nicht schon genug, musste ich noch eine Stunde anstehen bei der Passkontrolle. Immerhin war danach das Gepäck schon gleich auf dem Band, und ich musste da nicht auch noch warten. Dafür stand ich vor dem Geldautomaten an, und danach für ein Taxt. Aber hey, ich bin hier ja schliesslich auch in Südamerika!

Nach mehreren halsbrechenden Manövern meines Taxifahrers (z.B. Rückwärtsgang auf der Autobahn weil er die Ausfahrt verpasst hat) kam ich heil im Hostel Meridiano an. Und ich liebte dieses Hostel! Ich wurde gleich sehr freundlich entfangen, alle Angestellten waren sehr freundlich und konnten Englisch (was nicht selbstverständlich ist in der Turistenbranche in Argentinien wie ich später feststellen muste). Und zwei junge Katzen freuten sich auch über meinen Besuch.

Katze Im Hostel

Um den Jetlag schnell zu überwinden wollte ich wirklich bis am Abend warten bevor ich mich schlafen legte. Um die Müdigkeit zu unterdrücken machte ich einen langen Spaziergang durch die Stadt, die ersten Eindrücke waren sehr gut.

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Buenos Aires ist laut und hat viele Menschen, das Strassen Überqueren will geübt sein, aber irgendwann versteht man auch dieses Prinzip hier unten. Ich war im Bezirk Palermo unterwegs. Sicher (nach argentinischen Masstäben) und von der Mittelschicht bewohnt gibt es hier zahlreiche schöne Restaurants und trendige Bars.

In meinem Hostel waren neue Freunde schnell gefunden und so ging es gleich Abendessen. Steak natürlich, was sonst.

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Am nächsten Tag traf ich Mavi, eine Deutsche, mit der ich Buenos Aires erkundete. Mit einem “Hopp-On Hopp-Off”-Bus kamen wir sehr bequem und erst noch bestens informiert in die verschiedenen Ecken der Stadt, auch in die unsicheren, in die wir ansonsten wohl nicht gegangen währen.

Am Abend gabs, natürlich, ein Steak im coolen Restaurant Las Cabras.

Am nächsten Tag besuchten wir Tigre, was mir nicht sonderlich gefallen hat. Was vieleicht auch daran lag das ich mich verkältet habe und mich nicht so toll fühlte.

Am Abend war ich mit einem Deutschen und einer Australieren essen. Das bestellen im Restaurant stellte sich als schwierig heraus, da keiner von uns Spanisch beherste. Zum glück sass in der nähe eine Brasilianerin die für mich übersetzte, und mir dann auch erklärte das ich gerade keine Pizza, sondern ein Schnitzel überbacken mit Schinken, Käse und Tomatenpüre bestellt habe. Was komisch klingt, schmeckte aber erstaundlich gut!

Nach all den neuen Eindrücken war ich ziemlich erschöpft, und so war am nächsten Tag relaxen im nahen botanischen Garten angesagt. Raus aus den vielen Menschen, (fast) weg vom ewigen Lärm der Autos und deren Gehupe.

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Der Schwarzmark war wohl das beeindruckenste Erlebnis des nächsten Tages. Wir besuchten die illegalen Geldwechselstuben die es in gewissen Orten in Buenos Aires gibt. Das Land hier kämpft mit mehr als 20% Inflation, und so ist das Geld im Land streng durch die Regierung geregelt. Das schafft Platz für einen wunderbar frofitablen Schwarzmarkt, der diese Regulierungen schlicht ignoriert.

Das Problem ist nämlich das man in Argentinien keine Fremdwährungen kaufen kann, da ansonsten alle aus dem Land ihr Geld in zum Beispiel Dollars anlegen würden um die Inflation zu umgehen. Desshalb kaufen die Händler illegal die Dollars der Turisten die ins Land kommen, zu einem sehr guten Kurs für uns, und verkaufen diese dann als sichere Währung illegal an die Argentinier.

Dieser Markt nennt sich hier “Blue Market”. Als Turist geht man am besten in eine bestimmte Strasse in der man von überall her “Cambio, Cambio, Cambio!” hört, spricht einen dieser Scouts an und folgt ihm. Wir gelangten in ein mit dicken Gittern abgesperrtes “Antiquitäten Geschäft”, in dem man ins Hinterzimmer ging. Dort sieht es aus wie im Film, überall liegt Geld in dicken Bündeln und hinter einem riesigen Tisch sitzt ein Mann, und seine Bodyguards, und tauscht deine Dollars in Pesos.

Am Samstag organisierte das Hostel eine Kayak-Fahrt um die Stadt vom Wasser aus zu sehen. Wir waren zu neunt und fuhren ein paar Stationen nördlich in eines der reicheren Fiertel der Stadt. Anstatt gleich loszulegen gingen wir erst was essen, Steak natürlich, und tranken dazu Bier. Nach langen Unterhaltungen begaben wir uns ans Wasser und tranken noch ein wenig weiter, bevor wir dann endlich in die Kayaks stiegen.

An diesem Tag traffen wir uns um 12:00 Uhr, und waren um zirka 17:30 auf dem Wasser. Das scheint hier normal zu sein. Das Erlebniss war der Hammer, die Skyline der Stadt ist beeindruckend und ich habe ein paar coole neue Leute kennen gelernt.

Danach gab es noch ein wenig mehr Bier. Zurück im Hostel waren wir alle so müde dass wir nur noch eine Pizza bestellten.

Am nächsten Tag organisierte ich noch ein paar Sachen in der Shopping-Meile. Danach traf ich mich wieder mit Mavi in der Stadt. Sie hat in der Zwischenzeit bei Freundinnen gewohnt. Mit ihr flog ich von Buenos Aires nach Puerto Iguazu. Dem Ausgangspunkt um die weltberühmnten Iguazu-Fälle zu sehen.

Kategorie: Argentinien

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Hey, ich heisse Matthias, komme aus der Schweiz, bin Informatiker, mache aber gerade ein Jahr Pause bevor ich mich weiterbilde. Ich liebe es zu reisen und zu fotografieren, desshalb bin ich auf Reisen am Fotografieren ;-)

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