Kambodscha, Malaysia
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Von Malaysia nach Kambodscha

Die Aussicht in Bangkok

Lang ist es her seit meinem letzten Post. Zwei Länder lang schon! Doch keine bange, hier erzähle ich dir vom leckeren Malaysia und dem sich wandelndem Kambodscha.

Nach Thailand ging es zuerst nach Malaysia. Gezwungenermassen, denn mein Visa lief nach 30 Tagen aus. Ich flog von Krabi (Thailand) nach Penang (Malaysia) und ging direkt in mein Hostel House of Journey. Dieses lag zentral in Georgetown.

Georgetown ist wunderbar zu Fuss zu erkunden. Und dies tat ich auch. Die Streetart hat mir am besten gefallen. Und das Essen. Ouuuu das Essen!

Wenn man für etwas nach Georgetown kommen sollte, dann ist es zum Essen! Hier fand ich das wohl beste Strassenessen meiner bisherigen Reise. Am besten erkundigt man sich im Hostel nach den nächsten Strassenständen und probiert einfach alles. Es gibt auch eine Karte die man in den meisten Hostels kriegt auf der alle Gerichte beschrieben sind, und wo man diese findet. Empfehlenswert!

Nach all dem Gehen in Flip Flops hat sich mein Fuss entzündet. Desshalb war ich leider ein paar Tage ans Hostel gebunden, was mich allerdings nicht am essen hinderte. Aber an allem anderen.

Nach dem sich mein Fuss erholt hat, und ich mehr als genug gegessen hatte, machte ich mich auf zu den Cameron Highlands. In einem gemütlichen Bus ging es ein paar Stunden über kurvige Strassen bergauf. Als ich ausstieg fiel mir als erstes der Temperaturunterschied auf. Hier oben war es viel erträglicher. Allerdings, wie sich später herausstellte, regnete es auch jeden Nachmittag.

Ich verbrachte meine Tage hier mit wandern. Es gibt verschiedenste Wege in Jungel, Mooswäldern und zu den berühmten Tee Feldern. Sehr empfehlenswert! Man sollte allerdings andere Reisende nach deren Erfahrung fragen. Manche Wege sind nicht mehr so gut instand gesetzt und nur für erfahrenere oder abenteuerlustige Wanderer. Doch keine Angst, es lohnt sich 1000 fach!

Doch viel zu schnell war meine Zeit in der schönen Natur in den Highlands zu ende. Ich muss zurück nach Penenang. Mein Flug geht nach Bangkok zurück. Denn dort treffe ich endlich die Frau die in den letzten Monaten mein Herz erobert hat. Rebecca hat ihren Job und ihre Wohnung aufgegeben um mit mir zu reisen. Übrigens, auch sie schreibt hier über die Reise.

In Bangkok gönnen wir uns ein sehr, sehr schönes Hotel namens Ad Lib. Nach ein paar Tagen Bangkok, in denen wir hauptsächlich assen und uns im Spa verwöhnen liessen, flogen wir nach Kambodscha. Genauer gesagt nach Siem Reap.

Der Flughafen ist sehr schön gemacht. Hat mich positiv überrascht als wir anstatt per “Finger” oder Bus den Weg vom Flugzeug zum Terminal zu Fuss durch eine schöne Grünfläche gingen.

Auch das Visa haben die Beamten speditiv und schnell erledigt. Ein Tuk Tuk von unserem super Hostel holte uns ab. Eine gemütliche fahrt in der wir das erste mal dieses Land sahen. Kinder auf Fahrrädern die einem anstrahlten und unendlich viele Motorräder. Auf dieser ersten Fahrt hatte ich das Gefühl dass die Leute hier zwar nicht viel hatten, aber glücklich sind.

An diesem Abend ging es natürlich an die Pub Street. Dem Ausgangsviertel der Stadt. Happy Hour lohnt sich hier. Ansonsten nicht so günstig wie ich erwartet hätte.

Was macht man garantiert wenn man nach Siem Reap geht? Klar, den Angkor Wat ansehen. 04:30 in der Früh Tagwach und ab auf das TukTuk. Wir wollten den Sonnenaufgang über dem Angkor Wat ansehen.

Wie sich herausstellte hatten diese Idee auch ein paar hundert andere Leute. Was das Erlebnis ein wenig trübte. Plus: Der Smog der Stadt und der Sand in der Luft trübten die Sicht so sehr dass man die Sonne nicht wirklich sah. Der Angkor Wat wurde einfach langsam heller.

Danach, und das war eine grandiose Entscheidung, gingen wir nicht in den Tempel sondern gleich weiter, bevor dies die paar hundert Selfie-Stick schwingenden Chinesen auch machten. Somit hatten wir den auch sehr berühmten Bayon Tempel für uns alleine. Der Tempel mit den unzähligen Gesichtern war beeindruckend, und ein absolutes Highlight. Vor allem weil wir ihn in ruhe alleine entdecken konnten.

Ein Tipp wenn man den Sonnenaufgang über dem Angkor Wat sehen will: Man geht nicht direkt zum Tempel sondern sagt seinem Fahrer er solle einem zum Phnom Bakheng bringen. Dies ist ein Tempel auf einem Hügel. Man geht noch im Dunkeln hinauf und wartet dort oben auf die Sonne. Denn man sieht von da oben auf den Angkor Wat herunter, was sowieso viel schöner ist. Und diesen Moment muss man nur mit einem Promille der Touristen teilen die es unten hat.

Dann erkundeten wir noch einen Tag lang die Umgebung der Stadt mit dem Motorrad und besuchten die Silk Farm. Dort wird einem gezeigt wie Seide hergestellt wird, und daraus die fertigen Produkte. Und das erst noch für lau!

Natürlich kommt man am Schluss in den Laden in dem die Produkte verkauft werden, doch das stört nicht. Die Schäle und sonstigen Produkte sind unglaublich schön und man weiss dass sie tatsächlich aus Seide und nicht gefälscht sind (wie auf den Märkten in der Stadt unter Umständen).

Dann ging es weiter. Per Bus nach Phnom Penh, die Hauptstadt von Kambodscha. Meine Empfehlung hier was das Essen betrifft: Friends the Restaurant. Hier werden ehemalige Strassenkinder zu Servicepersonal und Köchkräften ausgebildet. Ein soziales Projekt der Friends International.

Hier assen wir am besten im ganzen Land. Und unterstützten ein guten Projekt. Kein Grund nicht hier zu essen (ausser der ein wenig höhere Preis)!

Natürlich besuchten wir das ehemalige Gefängnis und die Killing Fields der Pol Pot Ära. Die Rote Khmer hat hier unzählige Landsleute gefoltert und brutalstens ermordet.

Auf den Killing Fields erhält man einen sehr informativen Audio Guide der einem durch die Geschichte der Roten Khmer und der Killing Fields führt. Sehr gut gemacht, muss man umbedingt gesehen/gehört haben! Doch man sei gewarnt, es wird kein Blatt vor den Mund genommen. Es geht hier um Unmenschliches, und vieles davon ist nichts fürs schwache Gemüt.

Nach Phnom Penh fuhren wir nach Sihanoukville. Einem Ort am Meer mit sehr schönen und weniger schönen Stränden. Wir benutzten ihn als Ausgangspunkt um unser Boot zu der Insel Koh Rong zu erwischen.

Koh Rong ist eine Instel die erst vor kurzen vom Tourismus entdeckt wurde. Hier gibt es lauter Backpacker die so lange feiern bis die Stromgeneratoren ausgehen und die laute Musik verklingt. Aber auch Bungalows direkt am Strand mit unglaublich feinem, weissen Sand und türkis Wasser. Eine der wohl schönsten Inseln die ich je besucht hatte.

Sich hier am Strand zu erholen ist ein “must do”. Und das beste, es gibt keine Strassen auf der Insel und dem entsprechend auch keine TukTuk-Fahrer die einem die ganze Zeit auf den Senkel gehen und penetrant ihren Service anbieten.

Kategorie: Kambodscha, Malaysia

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Hey, ich heisse Matthias, komme aus der Schweiz, bin Informatiker, mache aber gerade ein Jahr Pause bevor ich mich weiterbilde. Ich liebe es zu reisen und zu fotografieren, desshalb bin ich auf Reisen am Fotografieren ;-)

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