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Die Schweiz von Asien: Singapur

Wow. Okey. Das ist mal was neues. Ich habe ja schon vieles davon gehört, aber Singapur dann selber zu erleben ist schon ein eindrückliches Erlebnis.

Angekommen sind wir am Flughafen Changi. Er sah nicht nur top modern aus, sondern es lief auch alles reibungslos und organisiert ab. Gerade jetzt wo ich mich an das Chaos in Asien gewöhnt habe. Und dann dass: Als ich auf mein Gepäck wartete blätterte ich eine Broschüre über den Flughafen durch. Dort fand ich heraus dass es hier einen Pool gab. Und einen Blumengarten. UND EIN KINO!

Ich verliess den Flughafen frustriert, denn der Plan ist den Zug, und nicht das Flugzeug, nach Malaysia zu nehmen. Ich kann also nicht 6 Stunden früher an den Flughafen um im Pool zu plantschen und einen Film zu schauen… Shit.

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Die Aussicht in Bangkok

Von Malaysia nach Kambodscha

Lang ist es her seit meinem letzten Post. Zwei Länder lang schon! Doch keine bange, hier erzähle ich dir vom leckeren Malaysia und dem sich wandelndem Kambodscha.

Nach Thailand ging es zuerst nach Malaysia. Gezwungenermassen, denn mein Visa lief nach 30 Tagen aus. Ich flog von Krabi (Thailand) nach Penang (Malaysia) und ging direkt in mein Hostel House of Journey. Dieses lag zentral in Georgetown.

Georgetown ist wunderbar zu Fuss zu erkunden. Und dies tat ich auch. Die Streetart hat mir am besten gefallen. Und das Essen. Ouuuu das Essen!

Wenn man für etwas nach Georgetown kommen sollte, dann ist es zum Essen! Hier fand ich das wohl beste Strassenessen meiner bisherigen Reise. Am besten erkundigt man sich im Hostel nach den nächsten Strassenständen und probiert einfach alles. Es gibt auch eine Karte die man in den meisten Hostels kriegt auf der alle Gerichte beschrieben sind, und wo man diese findet. Empfehlenswert!

Nach all dem Gehen in Flip Flops hat sich mein Fuss entzündet. Desshalb war ich leider ein paar Tage ans Hostel gebunden, was mich allerdings nicht am essen hinderte. Aber an allem anderen.

Nach dem sich mein Fuss erholt hat, und ich mehr als genug gegessen hatte, machte ich mich auf zu den Cameron Highlands. In einem gemütlichen Bus ging es ein paar Stunden über kurvige Strassen bergauf. Als ich ausstieg fiel mir als erstes der Temperaturunterschied auf. Hier oben war es viel erträglicher. Allerdings, wie sich später herausstellte, regnete es auch jeden Nachmittag.

Ich verbrachte meine Tage hier mit wandern. Es gibt verschiedenste Wege in Jungel, Mooswäldern und zu den berühmten Tee Feldern. Sehr empfehlenswert! Man sollte allerdings andere Reisende nach deren Erfahrung fragen. Manche Wege sind nicht mehr so gut instand gesetzt und nur für erfahrenere oder abenteuerlustige Wanderer. Doch keine Angst, es lohnt sich 1000 fach!

Doch viel zu schnell war meine Zeit in der schönen Natur in den Highlands zu ende. Ich muss zurück nach Penenang. Mein Flug geht nach Bangkok zurück. Denn dort treffe ich endlich die Frau die in den letzten Monaten mein Herz erobert hat. Rebecca hat ihren Job und ihre Wohnung aufgegeben um mit mir zu reisen. Übrigens, auch sie schreibt hier über die Reise.

In Bangkok gönnen wir uns ein sehr, sehr schönes Hotel namens Ad Lib. Nach ein paar Tagen Bangkok, in denen wir hauptsächlich assen und uns im Spa verwöhnen liessen, flogen wir nach Kambodscha. Genauer gesagt nach Siem Reap.

Der Flughafen ist sehr schön gemacht. Hat mich positiv überrascht als wir anstatt per “Finger” oder Bus den Weg vom Flugzeug zum Terminal zu Fuss durch eine schöne Grünfläche gingen.

Auch das Visa haben die Beamten speditiv und schnell erledigt. Ein Tuk Tuk von unserem super Hostel holte uns ab. Eine gemütliche fahrt in der wir das erste mal dieses Land sahen. Kinder auf Fahrrädern die einem anstrahlten und unendlich viele Motorräder. Auf dieser ersten Fahrt hatte ich das Gefühl dass die Leute hier zwar nicht viel hatten, aber glücklich sind.

An diesem Abend ging es natürlich an die Pub Street. Dem Ausgangsviertel der Stadt. Happy Hour lohnt sich hier. Ansonsten nicht so günstig wie ich erwartet hätte.

Was macht man garantiert wenn man nach Siem Reap geht? Klar, den Angkor Wat ansehen. 04:30 in der Früh Tagwach und ab auf das TukTuk. Wir wollten den Sonnenaufgang über dem Angkor Wat ansehen.

Wie sich herausstellte hatten diese Idee auch ein paar hundert andere Leute. Was das Erlebnis ein wenig trübte. Plus: Der Smog der Stadt und der Sand in der Luft trübten die Sicht so sehr dass man die Sonne nicht wirklich sah. Der Angkor Wat wurde einfach langsam heller.

Danach, und das war eine grandiose Entscheidung, gingen wir nicht in den Tempel sondern gleich weiter, bevor dies die paar hundert Selfie-Stick schwingenden Chinesen auch machten. Somit hatten wir den auch sehr berühmten Bayon Tempel für uns alleine. Der Tempel mit den unzähligen Gesichtern war beeindruckend, und ein absolutes Highlight. Vor allem weil wir ihn in ruhe alleine entdecken konnten.

Ein Tipp wenn man den Sonnenaufgang über dem Angkor Wat sehen will: Man geht nicht direkt zum Tempel sondern sagt seinem Fahrer er solle einem zum Phnom Bakheng bringen. Dies ist ein Tempel auf einem Hügel. Man geht noch im Dunkeln hinauf und wartet dort oben auf die Sonne. Denn man sieht von da oben auf den Angkor Wat herunter, was sowieso viel schöner ist. Und diesen Moment muss man nur mit einem Promille der Touristen teilen die es unten hat.

Dann erkundeten wir noch einen Tag lang die Umgebung der Stadt mit dem Motorrad und besuchten die Silk Farm. Dort wird einem gezeigt wie Seide hergestellt wird, und daraus die fertigen Produkte. Und das erst noch für lau!

Natürlich kommt man am Schluss in den Laden in dem die Produkte verkauft werden, doch das stört nicht. Die Schäle und sonstigen Produkte sind unglaublich schön und man weiss dass sie tatsächlich aus Seide und nicht gefälscht sind (wie auf den Märkten in der Stadt unter Umständen).

Dann ging es weiter. Per Bus nach Phnom Penh, die Hauptstadt von Kambodscha. Meine Empfehlung hier was das Essen betrifft: Friends the Restaurant. Hier werden ehemalige Strassenkinder zu Servicepersonal und Köchkräften ausgebildet. Ein soziales Projekt der Friends International.

Hier assen wir am besten im ganzen Land. Und unterstützten ein guten Projekt. Kein Grund nicht hier zu essen (ausser der ein wenig höhere Preis)!

Natürlich besuchten wir das ehemalige Gefängnis und die Killing Fields der Pol Pot Ära. Die Rote Khmer hat hier unzählige Landsleute gefoltert und brutalstens ermordet.

Auf den Killing Fields erhält man einen sehr informativen Audio Guide der einem durch die Geschichte der Roten Khmer und der Killing Fields führt. Sehr gut gemacht, muss man umbedingt gesehen/gehört haben! Doch man sei gewarnt, es wird kein Blatt vor den Mund genommen. Es geht hier um Unmenschliches, und vieles davon ist nichts fürs schwache Gemüt.

Nach Phnom Penh fuhren wir nach Sihanoukville. Einem Ort am Meer mit sehr schönen und weniger schönen Stränden. Wir benutzten ihn als Ausgangspunkt um unser Boot zu der Insel Koh Rong zu erwischen.

Koh Rong ist eine Instel die erst vor kurzen vom Tourismus entdeckt wurde. Hier gibt es lauter Backpacker die so lange feiern bis die Stromgeneratoren ausgehen und die laute Musik verklingt. Aber auch Bungalows direkt am Strand mit unglaublich feinem, weissen Sand und türkis Wasser. Eine der wohl schönsten Inseln die ich je besucht hatte.

Sich hier am Strand zu erholen ist ein “must do”. Und das beste, es gibt keine Strassen auf der Insel und dem entsprechend auch keine TukTuk-Fahrer die einem die ganze Zeit auf den Senkel gehen und penetrant ihren Service anbieten.

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Thailand: Bangkok, Chiang Mai und Koh Lanta

Nach Argentinien und einer Pause zurück in der Schweiz bin ich nun wieder unterwegs. Und wo geht man am besten hin wenn es kalt und dunkel ist in der Schweiz? Nach Thailand natürlich.

Begonnen habe ich wie die meisten hier in Bangkok. Viele haben mich vom Kulturschock gewarnt, ich hatte aber zum Glück keine mühe mit der neuen Umwelt. Das lag wahrscheinlich vor allem an meinem wunderschönen Hostel Bed Station und dass ich ganz einfach mit der SkyTrain dahin kam. Sehr angenehm wenn man nach einem langen Flug nicht mit einem Taxifahrer verhandeln muss.

Natürlich habe ich in Bangkok alle Touristenattraktionen abgeklappert. Einen Anzug schneidern lassen und viel zu viel für meine TukTuks bezahlt. Nach dem vierten Versuch mich ab zu zocken hatte ich dann ein wenig die Nase voll. Aber hey, Bangkok ist eine wunderschöne Stadt, man braucht einfach eine dicke Haut.

Nächste Station: Chiang Mai. Mit dem Nachtzug fuhr ich in den Norden von Thailand und besuchte Chiang Mai. Die Fahrt da hin war ein super Erlebnis. Sehr komfortabel, besonders da ich sehr gut schlafe wenn es ein wenig schaukelt. Und das Essen im Zug war unglaublich. Kriegt man garantiert nicht so gut in einem Flugzeug.

In Chaing Mai konnte ich auf atmen. Alles ging viel ruhiger her und zu. Die Menschen aufgestellter und alles ist viel grüner. Die Gassen der Stadt sind voller kleiner Kaffees mit Gärten und Märkten. In der Altstadt fühlte es sich ganz und gar nicht wie eine Grossstadt an. Hier besuchte ich noch mehr Tempel und ass so viel ich nur konnte, besonders das Essen dass ich selber in der Kochschule gekocht habe.

Mit dem Flugzeug ging es nach Krabi und von da aus nach Koh Lanta. Eine wunderbar ruhige Insel mit langen Stränden, gutem Essen und ruhigem Leben. Hier verbrachte ich erstmals ein paar Tage am Strand. Danach lernte ich bei Dive & Relax zu tauchen. Ein unglaubliches Erlebnis das ich mir niemals so einzigartig vorgestellt hätte. Man entdeckt eine einzigartige Welt die so ganz anders ist als alles was man kennt. Man schwebt an den eigenartigsten Kreaturen vorbei, und alles ist belebt und bewegt sich. Wer erfahren will wie es sich anfühlen muss zu fliegen, muss tauchen gehen.

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Von 4170 nach 750 MüM: Mendoza und sein Malbec

Ich hatte Glück auf meiner Fahrt mit dem Bus von Salta nach Mendoza. Im zwei stöckigen Bus habe ich den Sitz oben, ganz vorne erwischt. Direkt an der Panoramascheibe. Ich genoss die mit dichtem Wald überwachsenen Berge als wir Salta verliessen. Sah wie sich die Landschaft langsam wandelte und am Schluss die Sonne über der Pampa unter ging. Eine wunderschöne Fahrt. Den Rest der 18h schlief ich.

In Mendoza kam ich in einem tollen Hostel namens Alamo an. Schöner Innenhof mit Pool, alles grün bewachsen, mitten in der Stadt. Warm und kaltes Wasser, dazu gleichmässiger Wasserduck beim duschen. Die Toilette funktionierte richtig und das beste: Das Bett wird vom Personal jeden Tag neu gemacht! Naja, klingt jetzt vielleicht nicht so aussergewöhnlich, aber das sind Sachen die ich echt zu schätzen gelernt habe.

Als erstes in Mendoza habe ich noch eine Tour in die Anden gemacht. Dabei habe ich den zweit grössten Berg der Welt gesehen: Aconcagua mit seinen 6962 Metern über Meer. Davon abgesehen war die Tour nicht sehr spektakulär:

Mendoza ist berühmt für seine Weine, vorallem für die Malbec-Traube. Also mussten diese ausprobiert werden. Dazu fuhr ich mit dem Bus nach Maipu, ein Vorort von Mendoza. Da mietete ich mir ein Fahrrad und erkundete zusammen mit einer Tschechin die ich getroffen habe die verschiedenen “Bodegas”. Natürlich traffen wir noch einen Haufen weitere Läute die sich haupsächlich in zwei Kategorien einteilen liessen: Betrunken oder noch nicht betrunken.

Die Weine waren ganz okay, allerdings hatte ich schon bessere aus dieser Gegend aus dem Supermarket. Aber die Ambiance war sehr schön: In alten, kühlen Steingebäuden in mitten der Reben.

Nach den Weinen ging es noch in einen Biergarten wo uns ein Transvestit sein selber gebrautes Bier aus schank. Das war ziemlich gut, aber ein kleines Glass reichte dann auch schon. Bei dieser Hitze sollte man es mit dem Alkohol besser nicht übertreiben.

Leider habe ich vor lauter Wein ein wenig das Fotografieren vergessen, hier trotzdem ein paar Einrücke:

 

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Von den Tropen in die zweit höchste Gebirgskette der Welt: Salta und die Anden

Von Puerto Iguazu ist es mer als 20 Stunden mit dem Bus nach Salta. Desshalb machte ich einen Zwischenstopp nach 10 Stunden in Corrientes. Die Stadt an sich lohnt sich nicht. Aber eine Nacht nicht im Bus zu übernachten ist schon ganz angenehm. Am nächsten Tag ging es weiter mit dem Ziel Salta, wo ich dann auch nach 15h mit drei Stunden Verspätung eintraf. Also pünktlich, nach hiesigen Verhältnissen.

Salta ist anscheinend eine der sichersten Sädte in Argentinien, hat mir Diego, der Hostel-Besitzer, erklärt. Am ersten Tag besichtigte ich die Stadt und lief auf einen Hügel um die Stadt zu überblicken.

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Am nächsten Tag buchte ich eine Tour nach Cafayate. Die Fahrt dahin war wunderschönen Ausblicken übersäht:

Danach gab es Wine-Tasting in der Nähe von Cafayate. Da wir allerdings am Vorabend schon genug lokalen Wein getrunken hatten, beliessen wir es lieber bei einem kleinen Schluck.

Am nächsten Tag sollte mein Flug nach Mendoza gehen, dieser wurde allerdings wegen eines Streiks gestrichen. Ich wollte nicht umgebucht werden sondern mein Geld zurück. Dann kann ich noch ein wenig länger im wunderschönen Salta bleiben und dann ein paar Tage später den Bus nach Mendoza nehmen. (Sind ja nur 18h)

Zurück im Hostel stellte sich heraus dass ich nicht der einzige “Gestrandete” bin, und um den Frust abzubauen kauften wir im Supermark Kohle und, natürlich, Steak. So gab es ein  Asado (BBQ) auf dem Dach. Da es die Argentinier unter uns nicht schnell genug hinbrachten die Kohle zum Glühen zu bringen übernahm ich diesen Part. Der Witz das der “Gringo” den Argentiniern zeigte wie man das machte erzählten sie danach noch Tage lang jedem der es (nicht) höhren wollte.

Die nächsten Tage machte ich Touren in die Anden. Unter anderem sah ich die Salinas Grandes (eine Salzwüste) und begab mich auf 4170 Meter über Meer. Ich lernte einiges über die Incas und die Leute die jetzt dort lebten. Und sah Berge und Passstrassen bis ich es nicht mehr sehen konnte. Hier einige Eindrücke:

 

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Von der Stadt in die Tropen: Iguazu

In Buenos Aires stiegen wir ins Flugzeug und flogen nach Puerto Iguazu, und wohnten dort in einem sehr gemütlichen Hostel namens Garden Stone. Dies war unser Ausgangspunkt um die weltberühmnten Iguazu Fälle zu sehen.

Die Fälle sind so gross dass sie sich von Argentinien über die Grenze bis nach Brasilien erstrecken. Also setzten wir uns am ersten Tag in den Bus und liessen uns nach Brasilien fahren. Wir gingen extra früh um die Turisten-Massen zu umgehen, was sich echt gelohnt hat wie wir später merkten. An den Fällen angekommen waren wir erst mal überwältigt. Und das obwohl wir erst einen der kleineren Fälle von da aus sahen.

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Auf einem strikt vom Nationalpark vorgegeben Pfad gingen wir immer weiter und entdeckten immer neue Fälle. Am Schluss des Weges kommt man sehr nahe an die Fälle und guckt von unten nach oben, wird nass, und versucht zu realisieren wie viel Wasser da vor einem herunter donnert. Die Fälle sind brutal laut und verursachen über ihnen eine Wassernebel den es manchmal schwierig macht sie zu fotografieren. Dazu sieht man hunderte von Vögeln die es irgendwie hingekriegt haben ihre Nester geschützt hinter den Fällen zu bauen.

Der nächste Tag widmeten wir der argentinischen Seite. Dort sahen wir eine Menge mehr Wasserfälle (und tausende Turisten…). Man kommt hier viel näher an das Wasser heran, und kann auch mal von oben herab die Fälle hinunter sehen. Man wird immer wieder nass, aber man troknet bei dieser Hitze hier schnell wieder. Beim gehen wird man ständig von diesen Tieren begleited, die an unser Essen heran wollten:

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Diese Fälle haben Bilder in meinem Kopf hinterlassen die ich sicher niemals mehr vergessen werde. Aber Bilder sagen mehr als tausend Worte, so seht lieber selbst:

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Erste Woche Argentinien: Buenos Aires

Der Flug aus der Schweiz nach Buenos Aires war lang. Und als währe das nicht schon genug, musste ich noch eine Stunde anstehen bei der Passkontrolle. Immerhin war danach das Gepäck schon gleich auf dem Band, und ich musste da nicht auch noch warten. Dafür stand ich vor dem Geldautomaten an, und danach für ein Taxt. Aber hey, ich bin hier ja schliesslich auch in Südamerika!

Nach mehreren halsbrechenden Manövern meines Taxifahrers (z.B. Rückwärtsgang auf der Autobahn weil er die Ausfahrt verpasst hat) kam ich heil im Hostel Meridiano an. Und ich liebte dieses Hostel! Ich wurde gleich sehr freundlich entfangen, alle Angestellten waren sehr freundlich und konnten Englisch (was nicht selbstverständlich ist in der Turistenbranche in Argentinien wie ich später feststellen muste). Und zwei junge Katzen freuten sich auch über meinen Besuch.

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Um den Jetlag schnell zu überwinden wollte ich wirklich bis am Abend warten bevor ich mich schlafen legte. Um die Müdigkeit zu unterdrücken machte ich einen langen Spaziergang durch die Stadt, die ersten Eindrücke waren sehr gut.

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Buenos Aires ist laut und hat viele Menschen, das Strassen Überqueren will geübt sein, aber irgendwann versteht man auch dieses Prinzip hier unten. Ich war im Bezirk Palermo unterwegs. Sicher (nach argentinischen Masstäben) und von der Mittelschicht bewohnt gibt es hier zahlreiche schöne Restaurants und trendige Bars.

In meinem Hostel waren neue Freunde schnell gefunden und so ging es gleich Abendessen. Steak natürlich, was sonst.

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Am nächsten Tag traf ich Mavi, eine Deutsche, mit der ich Buenos Aires erkundete. Mit einem “Hopp-On Hopp-Off”-Bus kamen wir sehr bequem und erst noch bestens informiert in die verschiedenen Ecken der Stadt, auch in die unsicheren, in die wir ansonsten wohl nicht gegangen währen.

Am Abend gabs, natürlich, ein Steak im coolen Restaurant Las Cabras.

Am nächsten Tag besuchten wir Tigre, was mir nicht sonderlich gefallen hat. Was vieleicht auch daran lag das ich mich verkältet habe und mich nicht so toll fühlte.

Am Abend war ich mit einem Deutschen und einer Australieren essen. Das bestellen im Restaurant stellte sich als schwierig heraus, da keiner von uns Spanisch beherste. Zum glück sass in der nähe eine Brasilianerin die für mich übersetzte, und mir dann auch erklärte das ich gerade keine Pizza, sondern ein Schnitzel überbacken mit Schinken, Käse und Tomatenpüre bestellt habe. Was komisch klingt, schmeckte aber erstaundlich gut!

Nach all den neuen Eindrücken war ich ziemlich erschöpft, und so war am nächsten Tag relaxen im nahen botanischen Garten angesagt. Raus aus den vielen Menschen, (fast) weg vom ewigen Lärm der Autos und deren Gehupe.

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Der Schwarzmark war wohl das beeindruckenste Erlebnis des nächsten Tages. Wir besuchten die illegalen Geldwechselstuben die es in gewissen Orten in Buenos Aires gibt. Das Land hier kämpft mit mehr als 20% Inflation, und so ist das Geld im Land streng durch die Regierung geregelt. Das schafft Platz für einen wunderbar frofitablen Schwarzmarkt, der diese Regulierungen schlicht ignoriert.

Das Problem ist nämlich das man in Argentinien keine Fremdwährungen kaufen kann, da ansonsten alle aus dem Land ihr Geld in zum Beispiel Dollars anlegen würden um die Inflation zu umgehen. Desshalb kaufen die Händler illegal die Dollars der Turisten die ins Land kommen, zu einem sehr guten Kurs für uns, und verkaufen diese dann als sichere Währung illegal an die Argentinier.

Dieser Markt nennt sich hier “Blue Market”. Als Turist geht man am besten in eine bestimmte Strasse in der man von überall her “Cambio, Cambio, Cambio!” hört, spricht einen dieser Scouts an und folgt ihm. Wir gelangten in ein mit dicken Gittern abgesperrtes “Antiquitäten Geschäft”, in dem man ins Hinterzimmer ging. Dort sieht es aus wie im Film, überall liegt Geld in dicken Bündeln und hinter einem riesigen Tisch sitzt ein Mann, und seine Bodyguards, und tauscht deine Dollars in Pesos.

Am Samstag organisierte das Hostel eine Kayak-Fahrt um die Stadt vom Wasser aus zu sehen. Wir waren zu neunt und fuhren ein paar Stationen nördlich in eines der reicheren Fiertel der Stadt. Anstatt gleich loszulegen gingen wir erst was essen, Steak natürlich, und tranken dazu Bier. Nach langen Unterhaltungen begaben wir uns ans Wasser und tranken noch ein wenig weiter, bevor wir dann endlich in die Kayaks stiegen.

An diesem Tag traffen wir uns um 12:00 Uhr, und waren um zirka 17:30 auf dem Wasser. Das scheint hier normal zu sein. Das Erlebniss war der Hammer, die Skyline der Stadt ist beeindruckend und ich habe ein paar coole neue Leute kennen gelernt.

Danach gab es noch ein wenig mehr Bier. Zurück im Hostel waren wir alle so müde dass wir nur noch eine Pizza bestellten.

Am nächsten Tag organisierte ich noch ein paar Sachen in der Shopping-Meile. Danach traf ich mich wieder mit Mavi in der Stadt. Sie hat in der Zwischenzeit bei Freundinnen gewohnt. Mit ihr flog ich von Buenos Aires nach Puerto Iguazu. Dem Ausgangspunkt um die weltberühmnten Iguazu-Fälle zu sehen.